Tomaatjes bij De Kromme Lepel
Geschichte

Stichting Grondbeheer wurde 1978 gegründet. Die Idee einer Grundstücksbank für biodynamisch genutzte landwirtschaftliche Flächen wurde seinerzeit von der wirtschaftlichen Forschungsgruppe des niederländischen anthroposophischen Vereins (Antroposofische Vereniging) weiterentwickelt. Die Forschungsgruppe wollte die Soziale Dreigliederung in die Praxis umsetzen. Steiner unterscheidet zwischen drei Sorten von Geld: Kaufgeld, Schenkungsgeld und Leihgeld. Kaufgeld bewegt sich hin und her zwischen Händlern, Produzenten und Verbrauchern. Schenkungsgeld ermöglicht neue Entwicklungen wie Wissenschaft, Bildung und Kunst. Leihgeld ist eine Zwischenform, die Erneuerungen im Produktionssystem fördert.

„Grund ist schon in seiner Essenz etwas anderes als eine Maschine oder ein Gebäude“, argumentierten die Mitglieder der Forschungsgruppe. „Grund wurde nicht von Menschen produziert. In seiner Art ist Grund daher nicht etwas, das als Besitz dienen oder mit Kauf- oder Leihgeld verhandelt werden kann.“ Sie waren der Meinung, der einzige Weg, den Produktionsdruck in der Landwirtschaft, der sich negativ auf die Umwelt auswirkt, aufzuheben, wäre, die landwirtschaftlichen Flächen mit Leihgeld aus dem wirtschaftlichen Verkehr zu ziehen. Zur Verwirklichung dieses Ideals wurde die Stichting Grondbeheer gegründet.

Die Arbeit der Stiftung ist heute aktueller denn je. Einerseits gehen in den kommenden Jahren große Gruppen von biodynamischen Landwirten in Rente, haben aber keine direkten Nachfolger. Andererseits schließt am biodynamisch-landwirtschaftlichen Ausbildungsinstitut Warmonderhof eine neue Gruppe von begeisterten jungen Landwirtschafts- und Gartenbauschülern ihre Ausbildung ab, deren Eltern keinen landwirtschaftlichen Betrieb führen. Indem landwirtschaftliche Flächen befreit werden, kann Stichting Grondbeheer dafür sorgen, dass die neue Generation das Lebenswerk der  jetzt in Rente gehenden Landwirte weiterführt.

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